Sudoku Rätsel erstellen
Sudoku Zahlenspielereien erfreuen sich inzwischen größter Beliebtheit bei Rätselfreunden. Sicherlich spielt auch der Neuheitseffekt eine große Rolle, denn oftmals findet man Fehlschreibungen der Art Sudoko oder Suduku. Schwieriger als das Lösen der Puzzle gestaltet sich jedoch das Gestalten eines neuen Soduku. Zwei der größten Stolpersteine:
(a) Es darf nur eine eindeutige, korrekte Lösung existieren.
(b) Der gewünschter Schwierigkeitsgrad hängt an mehreren Faktoren, beispielsweise die Anzahl der vorgegebenen Ziffern und die Anordnung der Zahlen.
Trotzdem ist die Erstellung eines Soduku keine Hexerei. Ein kleines HowTo kann Hilfestellung leisten:
- Erster Schritt ist die Belegung des gelösten Puzzles. Dorthin führen drei Wege:
- Ein leeres Puzzlefeld wird Zelle für Zelle durch „Auswürfeln“ (Zufallsgenerator) mit Ziffern befüllt. Sobald es zu einem Regelverstoß kommt, muss per Backtracking-Methode eine andere Belegung probiert werden. Dies ist weniger trivial als beim Lösen des Puzzles: Da eine möglichst „zufällige“ Belegung des Puzzlefeldes benötigt wird, kann man nicht einfach alle Ziffern der Reihe nach durchprobieren. Es hindert aber nicht, alle Ziffern, sobald sie einmal „ausgewürfelt“ wurden, als künftig – für die jeweilige Zelle – gesperrt „abzuhaken“ (in einer Tabelle zu markieren)
- Neun Einsen ohne Regelverstoß im Puzzelfeld verteilen. Dann neun Zweier, neun Dreier, usw. verteilen. Auch hier muss ein Backtracking-Algorithmus angewandt werden.
- Man füllt eine Zeile oder eine Spalte in beliebiger Reihenfolge mit den erlaubten Ziffern, verschiebt dann mit jeder weiteren Zeile/Spalte die Ziffernfolge, bis man am Schluss alle möglichen Varianten untereinander/nebeneinander in einer n × n-Matrix vorliegen hat. Dies alleine wäre ein äußerst trivial zu lösendes Rätsel, da sich die Ziffernfolgen wiederholen; deswegen sollte man über erlaubte Transformationen diese Matrix nun schrittweise so verändern, dass die Ursprungsziffernfolge sowie die ausgeführten Transformationen nicht mehr nachvollziehbar sind. Erlaubte Transformationen sind z. B. das Invertieren, das Spiegeln (vertikal, horizontal, schräg), Rotieren, Vertauschen ganzer Zeilen oder Spalten, sofern sie innerhalb eines Mini-Quadrates bleiben, oder das Vertauschen ganzer Zeilen und Spalten von Miniquadraten. Etliche dieser Transformationen hintereinander verwischen (fast) alle Hinweise auf die ursprüngliche Ziffernfolge. Von den hier vorgestellten Erstellungsmethoden ist diese die am wenigsten aufwendige aber rechenintensivste.
- Zur Lösung passendes Sudoku-Rätsel erzeugen
- Wiederum durch „Auswürfeln“ werden je nach Schwierigkeitsgrad eine Anzahl Ziffern wieder entfernt (typischerweise so dass zwischen 24 und 36 Ziffern verbleiben). Ohne weitere Kontrolle kann es hierbei aber passieren, dass das Puzzle trivial (langweilig) oder nicht mehr eindeutig lösbar wird.
2 Kommentare zu “Sudoku Rätsel erstellen”
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